Am 29. April 2026 fand im Herkulessaal der Münchner Residenz zum 17. Mal der Deutscher Computerspielpreis statt – ein Abend, der einmal mehr gezeigt hat, wie stark und vielfältig die deutsche Games-Branche inzwischen aufgestellt ist.
Für uns als GZM war dieser Abend etwas ganz Besonderes. Wir hatten die Ehre, nicht nur dabei zu sein, sondern aktiv Teil des Ganzen zu werden – im Cosplay. Gemeinsam mit unseren Cosplayer*innen haben wir Charaktere aus vier deutschen Games eigens für diesen Anlass umgesetzt:
- Harold Halibut
- Enshrouded
- Chained Echoes
- Cloudpunk

Gerade Cloudpunk hat uns dabei vor eine ziemlich wilde Herausforderung gestellt – hier gab es teilweise nur eine einzige visuelle Vorlage. Das ist genau die Sorte Projekt, bei der man merkt, ob ein Team wirklich funktioniert. Und das hat es.
Was dieses Projekt aber wirklich besonders gemacht hat, war die Zusammenarbeit mit den Studios. Wir haben im Vorfeld unglaublich starke Unterstützung bekommen – offen, detailliert und mit echtem Interesse daran, dass die Cosplays den Spirit der Spiele treffen. Besonders bei Enshrouded wurde deutlich, wie viel Liebe in Rüstungen, Materialien und Details steckt. Das merkt man – und das lässt sich dann auch sauber ins Cosplay übersetzen.
Der Abend selbst? Genau das, was man sich wünscht. Staatsempfang, blauer Teppich, starke Gespräche und eine Location, die dem Anlass absolut gerecht wurde. Der Herkulessaal bringt einfach diese Mischung aus Geschichte und Bedeutung mit, die perfekt zu so einem Preis passt. Und ja – sogar der Gamesbot war am Start.

Auch inhaltlich hatte der Abend einiges zu bieten:
Das „Beste deutsche Spiel“ ging an The Darkest Files von Paintbucket Games, ausgezeichnet von Dorothee Bär.
Weitere Highlights:
- EVERSPACE 2: Wrath of the Ancients von ROCKFISH Games (Bestes Audiodesign)
- The Berlin Apartment von ByteRockers’ Games (Beste Story & Bestes Grafikdesign)
- Flick Shot Rogues von Noodlecake Studios (Bestes Familienspiel)
Und auch abseits der Games selbst wurde geehrt – unter anderem mit dem Sonderpreis für den Forschungsverbund RadiGaMe, der sich mit Radikalisierung im Gaming-Kontext auseinandersetzt. Ein wichtiges Thema, das zeigt, dass Games längst mehr sind als reine Unterhaltung.
Ein großes persönliches Dankeschön geht an Stephan Werle. Die Zusammenarbeit war unkompliziert, direkt und vor allem geprägt von Vertrauen. Genau so wünscht man sich das – und genau so entstehen solche Projekte.
Für uns war es nicht nur ein schöner Abend, sondern vor allem ein spannender Prozess, Teil dieses DCP zu sein und Cosplay bewusst in diesen Kontext zu bringen. Wir glauben fest daran, dass Cosplay hier noch eine größere Rolle spielen kann – nicht als Deko, sondern als echte Erweiterung der Spielewelten.
Und ganz ehrlich: Wir hätten richtig Lust, das nächstes Jahr wieder zu machen. Dann vielleicht mit noch mehr Charakteren, noch mehr Mut – und wieder gemeinsam mit der Branche.

Liebe Grüße
Sebastian

sooo schön geschrieben! und das letzte bild ist natürlich genial
06.05.2026